Thailand sieht zwar ganz nett aus – ist es aber nicht. Zwar ist das gesamte Land vom Tourismus abhaengig, aber das muss noch lange nicht heissen, dass der Kontakt zur Einnahmequelle Nr. 1 freundlich gehalten wird. Vielleicht hatte ich einfach nur Pech, aber die meisten Thais, mit denen ich Kontakt hatte, konnten auch keine Vorkenntnisse bei den Themen “Gastfreundschaft” oder “costumer relationship” vorweisen. Des Weiteren moechte ich an dieser Stelle einen Orden fuer besondere Nervigkeit an alle thailaendischen Taxi-/Taxiboot-/Tuk-Tuk-Fahrer ueberreichen. Herzlichen Glueckwunsch!

Wir sind tatsaechlich zum botanischen Garten in Singapur gefahren – mussten dann aber irgendwann einsehen, dass Regenschauer auch mal 5 Stunden dauern koennen. Es leben die Tropen…drei Mal hoch.

…, die Asiaten. Vermutlich macht ihnen die Luftfeuchtigkeit noch mehr zu schaffen, als mir: So konnte ich beobachten, dass wirklich jemand zur japanischen Coca Cola gegriffen hat, obwohl sie, verglichen mit der gewoehnlichen, vier Mal so teuer ist. Interesse geweckt? Dann nichts wie auf zur Shopping Mall unterhalb dieses bekannten Gebaeudes:

So hoch, dass ich noch nichtmal die Antennenspitzen mit draufbekommen habe.

Was mache ich eigentlich gerade? Richtig! Urlaub :-)

Da bin ich also: Bangkok! Seit drei Tagen irre ich nun durch die menschenfeindliche Umgebung dieser Millionenmetropole. Ein Glueck konnte ich vorher noch zwei Tage in Sydney verbringen – ansonsten haette ich den Stressniveau-Sprung gegenueber Perth wohl nicht ueberstanden.
Die Luftfeuchtigkeit und Hitze treibt jedem (auch den Thais) die Schweisstropfen auf die Stirn, das Atmen faellt schwer und ueberall versuchen Tuk-Tuk Fahrer und Haendler die Touristen ueber den Tisch zu ziehen. Mein Fazit: Nichts wie weg hier :-)
Due to the assumption that I have actually no english-speaking followers, I will change my blog to german in the future. Please let me know if YOU are not able to read any german – if there is even only one just english speaking follower I will continue this blog in english. Please leave me a message at
blog (at) misterlink.de .
“Was maaaachst du denn die ganze Zeit in Perth!?!? Bist du immernoch da?” … ja neee … ich habe mir meine Reisezeit in Australien auch irgendwie anders vorgestellt, aber falls jemand es noch nicht mitbekommen hat: In meinem 4Runner hat die Zylinderkopfdichtung das zeitliche gesegnet. Was dabei rauskommt, wenn man trotzdem weiterfährt, kann man oben sehen…ganz schön eklig. Für die letzten 6km musste der RAC ran (der australische ADAC, das Abschleppen mit einem Seil ist hier nämlich streng verboten) und das Auto auf einem Transporter zu meinem Freund Leigh fahren, wo wir dann parallel an unseren Autos basteln konnten. Was ich neben meinem Motorraum in den letzten 1,5 Monaten hauptsächlich zu Gesicht bekommen habe, ist unten zu sehen. An dieser Stelle sei gesagt: THANK YOU FOR EVERYTHING, LEIGH!!!
Hier stand übrigens auch Jenny (ein roter Toyota Hilux von Igor aus Deutschland), die von einer Austauschstudentin zu einem Salto animiert wurde. Hätte ja gerne einfach den Motor gegen meinen getauscht – aber das aus Mangel an Equipment, Fachkenntnis und Zeit nicht drin.
Also: Ran an die Arbeit und den Motor auseinanderbauen. Auf Grund eines gerissenen Kühlerschlauchs war vor allem der Bereich um den Vergaser mit den vielen kleinen winzigen Schläuchen und versteckten Winkeln mit einem schönen Wasser-Öl-Gemisch eingesaut. Herrlich! Die längste Zeit habe ich eigentlich mit Saubermachen verbracht…und mit Warten. Warten auf das Schleifen des Zylinderkopfes, warten auf Ersatzteile – und da ich die ganze Zeit mit dem ÖPNV unterwegs war musste ich natürlich auch viel Wartezeit dort einplanen. Super…
Als ich dann endlich alles beisammen hatte konnte es losgehen … und RUCK ZUCK den Motor zusammengebaut … wobei es eher ein ruuuuuuuuuuuuuuuuck zuuuuuuuuuuuuuck war, da es doch 1,5 Tage gedauert hat. Temperaturen um 40°C helfen auch ordentlich dabei das Arbeitstempo zu steigern.

Gluck gluck gluck … neues Öl rein. Und auch Kühlwasser … gluck gluck gluck gluck gluck gluck gluck gluck gluck gluck gluck – nanu? Da sind ja inzwischen schon 11 Liter drin, obwohl nur 8 reinpassen dürften. Ölstab prüfen – na toll! Wasser im Öl. Meine Stimmung war nahe dem absoluten Nullpunkt. Eigentlich wollte ich den Motor am gleichen Tag noch starten.
Hilft nix – Ursache suchen. Nach zwei Tagen rumschrauben und der Erkenntnis, dass Toyota ziemlich bescheuerte Sachen konstruiert (ich musste das Frontdifferenzial abnehmen um an die Ölwanne zu kommen!), war es dann endlich so weit: Loch gefunden. Die “timing chain” (Steuerkette?) hat einen tiefen Graben in den “timing chain cover” (das vordere Gehäuse) gefräst: Somit ist ein schönes Loch direkt bei der Wasserpumpe entstanden (sieht man auf dem Bild leider nicht). Das Beste: Ein Gehäuse vom Schrotthändler hätte 400 AUD = 190 Euro gekostet. Zum Glück konnte es noch geschweißt werden. Merke: Gehe immer kurz vor Ladenschluss in einen workshop, wenn der Meister schon die ersten Biere intus hat. Dann macht er es zu einem sehr günstigen Kurs…und sogar sofort, keine Wartezeit.
Da fällt mir auf: Zunächst wollten mir die englischen Begriffe für Autoteile nicht in den Kopf … und nun fallen mir die deutschen Namen dazu gar nicht mehr ein. Da ich schon nicht beim workshop warten musste, durfte dafür mal wieder auf die Dichtungen warten. In der Zwischenzeit kam uns Jamie Oliver besuchen und wurde gleich als Dartscheibe missbraucht:

Natürlich habe ich auch gleich ne neue Kette, Führungen und nen Spanner (tensioner) mitbestellt und eingebaut … tada:
Nach einem weiteren Tag (jaja … Übung macht den Meister) war dann auch endlich mal wieder alles zusammengebaut und der Motor konnte zum ersten Mal gestartet werden. Da mir zu diesem Zeitpunkt die Begriffe “Zündzeitpunkt” und “Indicator light” noch überhaupt nichts gesagt haben, ist der Motor natürlich ohne heftigen Druck aufs Gaspedal sofort wieder ausgegangen. Nach der Behebung eines externen Wasserlecks unterhalb des Ansaugtraktes, Justierung des Zündzeitpunktes, elendigem herumrangieren mit den gefühlten 30 Autos in einem viel zu kleinen Hinterhof (und zwei Tagen) fuhr der 4Runner zum ersten Mal seit fast drei Wochen auf der Straße. Er lief … aber schön war das nicht. Anscheinend hatte der Vergaser gelitten, als er draußen rumlag.
Was tut man da also? Ja klar … Vergaser überholen! Man hat ja auch sonst nix vor. Ist ja auch gerade Silvester und Neujahr; alle haben sich frei genommen – da läuft das mit der Ersatzteillieferung bestimmt super schnell. Merke: Wenn halb Australien Ferien macht, dann dauert es zwei Wochen bis Ersatzteile von Melbourne in Perth eintreffen.
Hoppla, da fehlt doch was:
Den Vergaser konnte ich sogar mal im kühleren Haus “rebuilden”. Bis zu diesem Zeitpunkt waren Vergaser von Rasenmähern die einzigen Exemplare, die ich mir bewusst von außen ANGESEHEN habe. Also gleich mal ins kalte Wasser springen und ein “etwas” komplizierten Modell komplett zerlegen. Natürlich gleich zwei Mal, weil ich natürlich einen Abstandhalter vergessen habe, der sonst nicht zugänglich gewesen wäre. Und dann auch noch ein drittes Mal, weil ich zu nachlässig beim einölen war. Wen interessiert, wie ein halb zerlegter Veraser aussieht – hier kommt ein Bild von meinem (noch nicht gereinigt).
Um die Story abzukürzen .. nach einigem rumjustieren schnurrt der Motor, als ob er gerade erst aus der Fabrik gekommen wäre. Selbst 600 Umdrehungen pro Minute im Standgas wären jetzt kein Problem.
Eigentlich hätte ich jetzt gerne den 4Runner dazu benutzt auf große Reisen zu gehen. Er lief Prima, ich kannte das Auto in- und auswendig, weiß wie man es repariert … nur es gab ein Problem: Mein Visum lief ab. Von daher musste ich innerhalb von 7 Tagen einen neuen Besitzer finden. Das höchste der Gefühle ist zum Verkaufen von Autos in Australien wohl Gumtree, eine Handelsplattform ohne Gebühren.
Also: Auto ins Internet stellen und erstmal entspannen … genauso, wie Max es tun würde:
Doch die Entspannung konnte aber erstmal nicht die Rede sein: Die ersten Interessenten ließen nicht lange auf sich warten und so vereinbarte ich die erste Probefahrt. Als ich 20-25 Minuten vor der Probefahrt die Tankanzeige kontrollierte war klar: Weit kommen wir damit nicht – also wollte ich noch schnell zur 200m entfernten Tankstelle fahren und $5 tanken…daraus wurde aber erstmal nix (wer hätte das gedacht). Beim Drehen des Zündschlüssels war nur ein ekliges “klick, klick, klick, klick, klick, klick” (5-6x in der Sekunde) Geräusch vom Startermotor zu hören. Priiiiimaa … wenigstens wirds mit der Karre nicht langweilig.
Also mussten wir für die Probefahrt den angrenzenden Berg runterrollen und den Motor via Kupplung starten – eine Verkaufsveranstaltung ganz nach meinem Geschmack. Nachdem dann auch noch der Drehzahlmesser und die Temperaturanzeige ausfielen, wollten “Mrs&Mr potential buyer” noch das Abblendlicht testen…zum Glück auf der Hofeinfahrt. Das Licht ging an – der Motor dafür aus. Auf Grund meiner Fachkenntnis erstellte ich eine unglaublich exakte Diagnose: “Hmmm…da stimmt doch was nicht.”
Der Abend war noch jung und somit machte ich das, was ich die letzten Wochen schon gemacht habe – ich schraubte herum – diesmal zerlegte ich den Startermotor in der Hoffnung irgendeinen Kurzschluss zu finden:

Das hätte ich mal lieber nicht tun sollen – 5 Std und 1,5 Liter Cola später war ich um eine Erkenntnis reicher: Am Startermotor liegts nicht. Dafür ist er jetzt wenigstens sauber und rostfrei. Also kam ich endlich auf die unglaublich frühe Idee den Ladestrom von der Lichtmaschine (Alternator) zu testen…2 Volt stand auf der Anzeige…13,8 Volt sollten es aber eigentlich sein.
Am nächsten Tag dachte ich ja noch Glück zu haben, da Leigh noch eine baugleiche Lichtmaschine bei sich rumliegen hatte – allerdings war sie fast genauso kaputt…wenigstens konnte sie das Auto am Leben halten, aber den Akku konnte sie trotzdem nicht laden. Es gab also drei Möglichkeiten für mich:
- Dem Käufer nen kaputtes Auto verkaufen.
- Eine neue Lichtmaschine kaufen (200$).
- Mit dem Preis runtergehen.
- Das Auto verbrennen.
Leigh hat sofort für Punkt 4 gestimmt (wie in den vorangegangenen 5 Wochen auch schon) … aber jetzt ist es ein Mittelding aus 1 und 2 geworden: Der inzwischen gefundene Käufer (nein, nicht das Paar von der ersten Probefahrt) hat eine Lichtmaschine besorgt, die ich dann eingebaut habe. Herrlich wie das glänzt:

Wenigstens bin ich das Auto jetzt los und es kann für mich nicht noch mehr kaputtgehen…hrhr… Jetzt muss nur noch das Geld in Dschermanie ankommen. Wie einem dabei die australische Bürokratie in die Quere kommen kann, erzähle ich dann lieber an anderes Mal.

Everybody in Australia is completly crazy about Christmas – even the final destination of Transperth is facing towards the holiday.

Every morning the City of Perth is waking up covered in smoke due to close by bushfires. In the afternoon the direction of wind is usually changing so that we are getting fresh air from the Indian Ocean. The sky in the picture would be deep blue if there was no smoke…
Concluding there is a small video for somebody special:

Finally I have seen my first Google Maps Camera Car. However the camera was not active so I will not end up in Googles picture database that shows Melville. Sorry for the bad post frequency … but uploading pictures and surfing in the Internet is annoying with a GPRS connection via mobile phone.

Also seen in Perth Zoo: A Koala bear! Sleeping, of course.

A while ago, I went to Perth Zoo with those paparazzis.

Not everybody was excited about our visit … presented in a sleepy perspective.
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